www.fotokritik.de

Texte zur zeitgenössischen Fotografie und digitalen Bildkunst
 
   

 
Beiträge '10
Beiträge '09
Beiträge '08
Beiträge '07
Beiträge '06
Beiträge '05
Bilder

Neu gelesen
Ikon-Archiv

Englische Texte




Suche
  Heinz Ohff - Kunstkritiker des erloschenen Berlin-West
von Thomas Leuner

google english translation

Der Tagesspiegel, 27. November 1964
Eine liberale Generation? Ausstellung von Gerhard Richter

Der Tagesspiegel, 13. Dezember 1966
Der vertauschte Naturalismus. Ausstellung Gerhard Richter – Galerie Block in neuen Räumen

Der Tagesspiegel, 28. März 1961
Halbmast über der National–Galerie. Der Osten zeigt zum hundertsten Jubiläum seine "Neuankäufe seit 1945" – Kunst und Agitation zweiträchtig beieinander

----------------------------------------------------------------------

Der Tagesspiegel, 27. November 1964

Eine liberale Generation?
Ausstellung von Gerhard Richter

Im Augenblick scheint in unserem Kunstleben die Aktualität Trumpf.
Stellen sich in der Akademie der neue Realismus und die Pop–Art vor, so lassen sich’s die Galerien unserer jüngsten Kunstmanager angelegen sein, dazu die notwendigen Ergänzungen und Kommentare abzugeben. Zufall oder Voraussicht?
Schon bei der Eröffnung der Ausstellung in der Akademie stießen die Besucher auf einen Protest, der sich freilich nicht gegen die ausgebreiteten Gegenstände wandte, sondern, im Gegenteil, eher im Stile der Pop–Art gehalten war. Da standen zwei junge Leute mit einer Gasmaske und stellten per Plakat und Handzettel die Preisfrage, wie viele deutsche Realisten denn dort fehlen. Für die Beantwortung hat die Galerie René Block sogar Preise ausgesetzt, bezeichnenderweise erst als Trostpreis die Graphik eines jener Propheten, die bekanntlich in ihrem Vaterland nur wenig gelten. In den Kellerräumen der Frobenstraße 18 steht dann auch einer dieser in der Akademie übersehenen deutschen Realisten zur Debatte, der sich ohne weiteres neben den Amerikanern, Franzosen, Holländern und Italienern sehen lassen kann. Gerhard Richter, der in Dresden bei den "sozialistischen Realisten" das Malen erlernte und der nun, in Düsseldorf, seine Arbeiten als "kapitalistischen Realismus" bezeichnet, ergänzt das neu hervortretende Gegenständliche sogar durch einen besonders interessanten Aspekt, gewissermaßen einen west–östlichen. Er malt banale Alltagsszenen –
25.08.2007

1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | >
google english translation
Kommentar zu diesem Artikel ins Forum schreiben
Email an den Autor

Druckversion
  Editorial
Autoren

Forum
Newsletter

Mitarbeit
Kontakt

Impressum