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  Webguide für Herbert Marshall McLuhan (1911-1980) - Seite 3


Solche Sentenzen waren wie geschaffen für die Verbreitung durch das Medium, dessen Analyse McLuhan vorrangig betrieb: das Fernsehen. Und genau diese mediengerechte Zubereitung von ansonsten schwer verdaulicher akademischer Materie hat McLuhan zum ersten Geisteswissenschaftler werden lassen, der zum Medienstar aufstieg und damit eine neue Spezies von Intellktuellen schuf, den Denker-als-Ikone-der-Populärkultur. McLuhans akademische Reputation hat das natürlich stark beschädigt. Bis heute haftet ihm in diesen Kreisen der Ruf eines Paradiesvogels an. Hinzu kommt, daß die heutigen „Media Studies“ weit verfeinerte und historisch besser abgesicherte Aussagen über die Wirkung einzelner Medien machen können als es McLuhan vor mittlerweile vierzig Jahren konnte.

Dennoch lohnt sich eine gelegentliche Re-Lektüre von McLuhans Büchern, meine ich; allein schon, um seinen provokanten, von funkelnden Sentenzen durchsetzten Schreibstil zu genießen, der seinen Nachfolgern meist abgeht.

Die Biografie
Bevor McLuhan zum Medien-Forscher mutiert, war er fast zwanzig Jahre lang Professor für Englische Literatur an der Universität seiner Heimatstadt Toronto gewesen. Wie diese erstaunliche Wandlung zustande kam und wie aus dem - damals selbst in Kanada - unbekannten Akademiker im Nachbarland USA eine Weltberühmheit wurde, liest man am besten auf der offiziellen McLuhan-Homepage nach. Klicken Sie dazu auf den Link www.marshallmcluhan.com/ (McLuhan-Homepage).

Kürzer gefaßte biografische Angaben (mit nützlichen Internetlinks) bietet das Factsheet von PopCultures.com www.popcultures.com/theorists/mcluhan.html.

Die Schriften
Längere Passagen aus McLuhans Büchern und Essays sucht man im World Wide Web erstaunlicherweise vergebens. Die einzige Site mit McLuhan Zitaten, die sich finden ließ, nennt sich „McLuhan Probes“. „Probes“ nannte der Meisterdenker kurze intellektuelle „Bohrungen“ in ein Thema, die auf der danach benannten Website zu Zitaten eingedampft sind, die ob ihrer Kürze eher den Namen „Mediabites“ (Häppchen) verdienen hätten - siehe www.dreamwv.com/probes/.

01.01.2005

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