www.fotokritik.de Texte zur zeitgenössischen Fotografie und digitalen Bildkunst |
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Der "Neue Workflow" - Seite 13 Der neue Zyklus Die Epoche der Fotografie als Zeitzeugnis ist vergangen und schon längst von Fernsehen und Doku-Video ersetzt worden. Die Verlustdebatte verarbeitete nur noch einen Phantomschmerz. Daher ist der Neue Workflow frei vom Ballast der äußeren Wahrheit. Er kann sich neuen Welten zuwenden und diese Chance hat er genutzt. Er knüpft an die aktuellen Seherfahrungen an, in der die Realität als fortlaufendes bewegtes Bild wahrgenommen wird und der inszenierte Film als Reality-Soap. Dabei ist die Fotografie für die Standbilder zuständig, denn der Zeitgenosse erliegt nicht der Gefahr, in einer virtuellen Welt verloren zu gehen, sondern er hat den Glauben verloren, das Auge sei ein Sehrohr nach außen, durch das er die Welt betrachtet. Er hat akzeptiert, dass die Welt durch das Gehirn „gesehen“ wird. Es verarbeitet ununterbrochen Ströme von Bildern, Gefühle und Reize, deren Fragmente aus Erinnerungen und den Wahrnehmungsorganen des Körpers stammen und imaginative Bilder und Gefühlsströme erzeugen. Der Betrachter unterscheidet nicht, ob der Impuls von innen oder außen kommt, sondern er vermengt diese Impulse zu seinem„eigenen“Bild. Es gilt daher, die Erkenntnisse der modernen Kommunikationsforschung auf das Sehen zu übertragen. 12.04.2007 < | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 google english translation Kommentar zu diesem Artikel ins Forum schreiben Email an den Autor Druckversion |
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