www.fotokritik.de Texte zur zeitgenössischen Fotografie und digitalen Bildkunst |
||||||
| |
||||||
|
Eine kurze Geschichte der Fotozeitschrift «camera» von Nadine Olonetzky - Seite 4 Neues Logo für «camera» Der Grafiker Hans Neuburg (1904-1983) ist bereits als Redaktor und Gestalter des Katalogs der «Weltausstellung der Photographie 1952 in Luzern» bekannt, als er 1952 Läublis Nachfolge bei «camera» antritt. Luzern darf in jenen Jahren als international beachteter Ort für die Fotografie bezeichnet werden. Neuburg leitet die Redaktion bis 1954 und setzt den Akzent etwas mehr auf graphisch-experimenteller Fotografie, verfügt jedoch gemäss Niklaus Flüeler nicht über dieselbe «gelassene Sicherheit, mit der Läubli die Hefte konzipiert hatte». Neben vielen kleinen Beiträgen werden jedoch nach wie vor grosszügige Bildstrecken mit Fotografien von Ernst Scheidegger, René Groebli, Eugene W. Smith, Gisèle Freund oder Henri Cartier-Bressons publiziert. Nach einem Intermezzo von 1954 bis 1956, während dem das Heft von Imre Reiner (1900-1987) betreut und mit einem neuen, allerdings bis zuletzt beibehaltenen Logo ausgestattet wird, beginnt der leidenschaftlich an Fotografie interessierte Autor Romeo E. Martinez «camera» entscheidend zu prägen. Er führt das Heft, das damals gemäss dem Untertitel «Internationale Monatszeitschrift für Photographie und Film» auch zahlreiche Beiträge über Film publiziert, nun zurück zur Zeitschrift mit Schwerpunkt Fotografie. Mit der Juli-Ausgabe 1956 wird Martinez Chefredaktor, und erstmals ist im Impressum die Ehefrau von Josef Charles Bucher, Alice Bucher, als Herausgeberin genannt. Als Josef Charles Bucher erkrankt, übernimmt die geschäftstüchtige und an Kultur interessierte Alice Bucher bereits ab 1941 mehr und mehr Aufgaben in der Druckerei und nach seinem Tod 1950 die Leitung der Druckerei und des Verlags. Als technischer Redaktor wird Heinrich Freytag und als Grafiker Emil M. Bührer aufgeführt: Die Redaktion wird also professionalisiert. In der Ära Martinez vollzieht sich auch ein Wechsel vom dreisprachig herausgegebenen Heft zur Publikation in drei separaten Versionen in Deutsch, Englisch und Französisch, damit das Heft auch in den Ländern mit den jeweils gesprochenen Sprachen vertrieben werden kann. Man will «camera» zu einer der führenden Fotozeitschriften der Welt machen. 03.01.2008 < | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | > Klicken Sie hier für den Bild-Blog zum Artikel google english translation Kommentar zu diesem Artikel ins Forum schreiben Druckversion |
![]() Editorial Autoren Forum Newsletter Mitarbeit Kontakt Impressum |