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Gespräch: kontrovers - Fragen an Thomas Seelig, Sammlungskurator am Fotomuseum Winterthur - Seite 12 Th. L. Mich hat häufig die Frage beschäftigt, wie organisiert man Kunst und Kultur in der Öffentlichkeit. Die Glaubwürdigkeit und Fairness der institutionellen Arbeit muß ja für die Öffentlichkeit und für die Künstler erkennbar sein und kommuniziert werden. Gibt es da für Dich eine besondere Strategie? Und wie gehst du als Sammlungskurator mit dem Spannungsverhältnis Künstler, Institution und Experte um? Du hattest ja bereits bei der kuratorischen Arbeit zu Forschen und Erfinden angedeutet, dass der Kurator auch mit nicht berücksichtigten Künstlern und Arbeiten umzugehen hat. Thomas Seelig Anders als bei einem Juryentscheid bewegt man sich bei der Tätigkeit in einem Museum eigentlich immer im „öffentlichen“ Bereich. Bei den Ausstellungen, an den Themen und Gästen eines Symposiums, bei Künstlergesprächen oder bei den Plattform-Wochenenden kann das Programm doch jederzeit abgefragt und bewertet werden. Selbst die Sammlung ist durch den Internetauftritt des Fotomuseum Winterthur in großen Teilen zugänglich. Das Profil des Museums bildet sich folglich aus der Kommunikation all dieser Komponenten und ist aus meiner Sicht sehr klar. Diese Transparenz ist aber auch für Fotografen sehr hilfreich. Letztlich kann ein Künstler im Vorfeld wissen oder zumindest erahnen, ob seine Arbeit in den spezifischen Kontext eines Museums passt. Th. L. Als Beispiel für Künstlerförderung hast du auf die Plat(torm-Präsentationen Nr.2 im Januar 2008 verwiesen. www.fotomuseum.ch/index.php?id=7.Zu dieser Präsentation wurden vom Museum ausgewählte Fotografen und Fotokünstler eingeladen, die schon auf dem Sonar der professionell „Nominierenden“ erschienen sind, um ihre Arbeiten der Öffentlichkeit und einem Team von Experten vorzustellen. Das Konzept der Plat(torm unterscheidet sich in einem wesentlichen Punkt von den epidemisch angewachsenen Portfolio Sichtungen der einschlägigen Fotofestivals. Das Fach- und interessierte Laienpublikum ist bei den Sichtungen integriert, die Experten stellen sich vor und agieren unter öffentlicher „Aufsicht“. Es entsteht – zumindest vom Konzept her – ein Raum für öffentliche Diskussion und Information. Hat das bei den ersten beiden Plat(torm-Präsentationen funktioniert? 24.06.2008 < | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20 | > google english translation Kommentar zu diesem Artikel ins Forum schreiben Email an den Autor Druckversion |
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