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Gespräch: kontrovers - Fragen an Thomas Seelig, Sammlungskurator am Fotomuseum Winterthur - Seite 15 Thomas Seelig Das ist schwer zu sagen, es gibt ja bereits Kunst- und Fotografie-Institutionen, die ihre Sammlung online schon lange verfügbar gemacht haben. Mir gefällt dabei der Gedanke, Werke über ihr Eigenleben hinaus, in den Archivschachteln, im Kältedepot, in Sammlungs-ausstellungen oder bei externen Leihanfragen in einem weiteren musealen Kontext erscheinen zu lassen, nämlich dem der Online-Sammlung. Der Zugang ist immer und ohne räumliche Begrenzung möglich. Das Fotomuseum Winterthur erreicht damit weltweit Studenten, Kuratoren und Fotografen, kurz gesagt, eine neue Öffentlichkeit, die es vielleicht noch nie nach Winterthur geschafft haben. Diese virtuelle Präsenz schützt aber auch die eigentlichen Arbeiten, die wir haptisch weniger in Anspruch nehmen müssen. Th. L. Ute Eskildsen (Museum Folkwang Essen), die dienstälteste Fotokuratorin im deutschsprachigen Raum, hat einmal mit Bedauern festgestellt, dass der Nachwuchs an Fotokuratoren seit den 90er Jahren aus der Kunstwissenschaft kommt. Das Modell des Fotokurators mit eigener fotografischer Ausbildung habe sich nicht durchgesetzt. Du selbst hast Visuelle Kommunikation/Fotografie an der Fachhoch-schule Bielefeld studiert und gelangtest durch ein Aufbaustudium an der Jan van Eyck Acadamie in Maastricht in den Vermittlungsbereich. Geht das ohne kunstwissenschaftlichen Hintergrund? Hat das einen anderen Zugriff auf die Fotografie zur Folge? Ist vielleicht der Kunstwissenschaftler ohne mediale Zusatzqualifikation mit der Kunstfotografie überfordert? 24.06.2008 < | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20 | > google english translation Kommentar zu diesem Artikel ins Forum schreiben Email an den Autor Druckversion |
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