www.fotokritik.de

Texte zur zeitgenössischen Fotografie und digitalen Bildkunst
 
   

 
Beiträge '12
Beiträge '11
Beiträge '10
Beiträge '09
Beiträge '08
Beiträge '07
Beiträge '06
Beiträge '05
Bilder

Neu gelesen
Ikon-Archiv

Englische Texte




Suche
  Gespräch: kontrovers - Fragen an Thomas Seelig, Sammlungskurator am Fotomuseum Winterthur - Seite 17


Thomas Seelig
Es ist ja nicht so, dass man aus dem Nichts als Kurator geboren wird. In beiden Modellen spielt doch überwiegend Wissen, Methodik und Erfahrung mit, wie eigentlich hinter jeder Ausbildung. Beide Wege sind legitim. Wenn man einige Jahre dabei ist, stellt man fest, dass es ein breites, internationales Netzwerk unter den Institutionen und den Beteiligten gibt, das man von Zeit zu Zeit in Anspruch nimmt. Der „Experte“ ist ein internationaler „Netzwerker“ und repräsentiert damit eine eigentlich recht zeitgemäße Vorstellung von Austausch und Zusammenarbeit, wie ich finde. Zu Deiner Spitze zu den Institutionen kann ich nur sagen, dass es im letzten Jahrzehnt im deutschsprachigen Raum doch einen enormen Zuwachs an Sammlungen und Institutionen gegeben hat. Einige sind aus privater Sammlerleidenschaft abgeleitet, andere gehen aus Corporate Collections hervor. Historisch gesehen war das in der Fotografie sehr häufig der Fall: es existiert ein Grundstock und daraus erwächst meist ein erweitertes Sammlungs-konzept, das jedes dieser Häuser einzigartig macht. Ich würde vorschlagen, den Neugründungen einfach mal ein paar Jahre oder ein paar Jahrzehnte Zeit zu geben, ihr Profil programmatisch sichtbar zu machen. Für meine Begriffe kann man da auch zu ungeduldig und pauschalisierend herangehen!

Th. L.
Anfang dieses Jahres ist Photo Art. Fotografie im 21. Jahrhundert im Dumont Verlag erschienen. Du zeichnest zusammen mit Uta Grosenick, der leitenden Redakteurin der Kunstbuchreihe bei Dumont, als Herausgeber verantwortlich. Brigitte Werneburg schrieb dazu in der Tageszeitung: „Uta Grosenick und Thomas Seelig haben mit Photo Art. Fotografie im 21. Jahrhundert ein hilfreiches Nachschlagewerk zur gegenwärtigen Foto- und Kunstszene vorgelegt. Von A bis Z werden die Protagonisten mit drei Bildseiten und einem kurzen Kuratorentext kompetent vorgestellt. Ein umfangreiches Glossar zu Begriffen der zeitgenössischen Fotografie schließt den knapp 520 Seiten starken Band ab, an dem wenig auszusetzen ist.“ Gratuliere! Aber warum jetzt ein Nachschlagwerk im Coffee-Table-Look über die Fotografie im 21. Jahrhundert?

24.06.2008

< | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20 | >
google english translation
Kommentar zu diesem Artikel ins Forum schreiben
Email an den Autor

Druckversion
 
Editorial
Autoren

Forum
Newsletter

Mitarbeit
Kontakt

Impressum