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  Leuners "fortlaufende Anmerkungen" Nr.1, April/Mai 2003 - Seite 7


Und: Der wichtigste Aspekt bei Stömholms Arbeiten, der Existenzialismus, scheint nicht vermarktbar zu sein. Nachdem ich die Galerie Kicken über den Inhalt des Berichts informiert hatte, bat mich Wilhelm Kicken sofort um ein Hintergrundsgespräch.
„Ich war über die Ausstellung im Willy Brandt Haus sehr schockiert. Eigentlich hätten wir danach die Strömholm Ausstellung absagen müssen. Schon vor 12 Jahre hatten wir in Köln eine Einzelausstellung mit Strömholm gezeigt, die auch den Aspekt des Existenzialismus deutlich herausgearbeitet hatte. Aus dieser Zeit hatte sich auch eine sehr persönlich Beziehung zu Strömholm entwickelt. Ich fühlte mich daher verpflichtet, die Ausstellung nicht abzusagen. Als Ausweg hat sich der Aspekt der subjektiven Fotografie in Strömholms Arbeiten angeboten, der so noch nie gezeigt worden ist."

Fazit: Was hier wieder deutlich wird - es gibt in Berlin keine Institution (Museum oder Kunstverein, Stiftung oder Ähnliches), die sich für die zeitgenössische Fotografie und für die Rezeption des Mediums verantwortlich fühlt.


20.03.2005

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