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Nachgefragt: Gespräch mit Thomas Wiegand, Mitorganisator des 4. Kasseler Fotofrühlings. - Seite 11 Thomas Wiegand: In den Niederlanden sind dort durch experimentierfreudige Fotografen, Verlage und Firmen (Festschriften!) über Jahrzehnte spannende Foto-bücher erscheinen. Und die Niederländer sind uns in der Aufarbeitung der Geschichte ihrer Fotobücher um Lichtjahre voraus – es gibt ent-sprechende Überblicksliteratur und wenn Sie sehen, wie beispielsweise die Bücher von Nico Jesse in einer Monografie über diesen Fotografen präsentiert werden, kann man den Eindruck gewinnen, dass Fotobücher in Holland viel selbstverständlicher als künstlerische Ausdrucksform wahrgenommen werden als hier (bisher einzige Ausnahme: Chargesheimer). Auf dieser Basis baut die Ausstellung „Pages“ auf – für Deutschland wäre eine vergleichbare Initiative, so befürchte ich, im Augenblick undenkbar. Vielleicht ist Deutschland zu groß, vielleicht gibt es aber auch einfach nicht genug gute Arbeiten in der Art, wie sie uns „Pages“ vorgestellt hat. Die Ausstellung kann hierzulande nur dann eine Vor-bildfunktion entfalten, wenn sie noch an anderen Stellen ge-zeigt wird. Kassel war die erste Station in Deutschland – hoffentlich nicht die letzte. fotokritik: Vielen Dank für das Gespräch. 30.09.2008 < | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 google english translation Kommentar zu diesem Artikel ins Forum schreiben Email an den Autor Druckversion |
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