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Nachgefragt: Gespräch mit Thomas Wiegand, Mitorganisator des 4. Kasseler Fotofrühlings. - Seite 6 Ein weniger bekanntes Beispiel ist der Schutzumschlag von Heinrich Hausers Buch „Schwarzes Revier“ (S.Fischer Verlag, Berlin 1930). Im Open Book und bei Auer ist dieses Buch, über dessen Charakter als Fotobuch man trefflich streiten kann, enthalten, wird aber jeweils ohne den vermutlich von Walter Buhe gestalteten Schutzumschlag abgebildet. Dieser zeigt eine Fotomontage (Negativmontage einer Industrieanlage und einer Gruppe von Arbeitern) und eine moderne Typographie. Mit dem Umschlag stellt sich die Frage „Fotobuch ja oder nein?“ nicht mehr – es ist ein Buch, bei dem die Fotografie eine große, über das rein Illus-trative hinaus gehende Rolle spielt, es ist ein Fotobuch. Nebenbei: Das Umschlagmotiv ist im Buch selbst gar nicht enthalten, wurde aber vom Verlag an anderer Stelle für die Werbung für die Neuerscheinung eingesetzt. Eine Auseinandersetzung mit einem Buch geschieht also am besten von einer gesicherten Basis aus, zu der meiner Meinung nach drei Bausteine gehören: das Buch selbst, am besten im Originalzustand, die kompletten bibliographischen Daten und möglichst auch die Kenntnis der Rezeptionsgeschichte des Werkes. fotokritik: Noch mal zurück zum Fotofrühling. Eingeladen waren auch einige Foto-grafen, die mit Fotobüchern arbeiten: John Gossage, Jitka Hanzlová und Cuny Janssen. Wie haben diese Künstler ihre Arbeit mit dem Medium Fotobuch beschrieben? Zeigt sich darin auch eine eigene Sicht auf die Fotografie? 30.09.2008 < | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | > google english translation Kommentar zu diesem Artikel ins Forum schreiben Email an den Autor Druckversion |
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