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  Leuners "fortlaufende Anmerkungen" Nr.2, Sommer/Herbst 2003 - Seite 3


Auch bei den anderen von der öffentlichen Hand geförderten Institutionen ist eine Auszehrung zu beobachten, die die Ressourcen Stand 1990 langsam aufgebraucht haben. Wie weit diese Auszehrung auch selbst verschuldet ist, lässt sich nur in wenigen Fällen eindeutig beantworten.
Die ehemals aktive Arbeitsgruppe Fotografie der NGBK löste sich wegen Konzeptionslosigkeit schon vor Jahren auf. Die von Alexander Tolney in der NBK betreuten Fotoausstellungen über Fotokunst bleiben beharrlich auf dem Stand der achtziger Jahre stehen. Über die Exponate wird eine formale Glätte gelegt, die mal als „Fotokunst" innovativ war, aber die Bilder jetzt zu grafischen Zimmerschmuck degradiert.www.ngbk.de, www.nbk.org Die Ausstellungsorte der Bezirke
Neuköllnhttp://kultur-neukoelln.de/galkoern,
Schöneberg www.hausamkleistpark-berlin.de/ und Dahlemwww.hausamwaldsee-berlin.de (West) und Prenzlauerberg www.brotfabrikberlin.de/, Friedrichshain www.kulturring.org/fotogalerie, Treptow (Ost) www.kmza.de/
Die Galerie trugen vor 1990 die wichtigen aktuellen Beiträge zur Fotografie. Diese öffenltiche Bereiche sind langsam mangels Geld und Integration in den Neu-Berliner Kulturverbund weitgehend zusammengebrochen.

Das für 2005 geplante Photograpy Festival www.berlin-photography-festival.de wird für Berlin wirkungslos verpuffen, da in unseliger Tradition der Vorwendezeit die Stadt Berlin nur als Bühne begriffen wird und nicht als eine eigene Region, die um ihre Identität ringt. Nach den neusten Informationen wurde das Segel schon gestrichen, nach dem man die erste Anschubfinanzierung verbraucht hatte.


Was bleibt?
Die wesentlichen Institutionen in Berlin, die die Fotografie tragen, sind die kommerziellen Galerien.Übersicht: www.spirits-in-berlin.de/Galerie

Das ist in der Fülle beeindruckend und erstaunlich. Aber: Eine auf Verkauf ausgerichtete Galerie kann in ihrer Vereinzelung und Verkaufsorientierung nur ein Bruchteil eines kulturellen Gewebes darstelle, welches die Gesamtheit einer Kulturregion ausmacht.

21.03.2005

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