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Leuners "fortlaufende Anmerkungen" Nr.3, Frühjahr/Sommer 2004 - Seite 7 Was sich im ersten Moment ganz lustig liest und viel über die Eitelkeit der beiden Alt-68er aussagt, ist eigentlich deprimierend: Rupert Pfab hat 2001 eine der ganz wenigen deutschen Monografien im Bereich der Fotografie vorgelegt, die lesbar und mit intimer Kenntnis des Mediums geschrieben sind. Es handelt sich um seine Dissertation «Studien zur Düsseldorfer Photo-graphie« (Weimar VDG, 2001, ISBN 3-89739-201-1), in der er die wichtigsten Düsseldorfer Fotografen eingehend und differenziert befragt. Warum ist er nicht der Kurator? Um noch einmal nachzuhaken: Auf Seite 35 des Hamburger Katalogs ist unter dem Titel «Kunstkammer I, Bild #8, Sammlung F. C. Gundlach» eine Fotografie von Ingo Taubhorn zu sehen, die ein Stillleben mit Büchern und Fotokisten zeigt – wohl ein Raum bei Gundlach, in dem seine Fotosammlung aufbewahrt wird. Man traut seinen Augen nicht: In den Originalkartons für Fotopapier sind Sammlungsbilder verstaut! Bekanntermaßen sind diese Schachteln zur Archivierung von Fotografien wegen der enthaltenen Chemi-kalien völlig ungeeignet. Die Bilder Das Herzstück des Katalogs bilden die Reproduktionen der Fotografien. Die Anforderungen sind klar: Wegen der Nähe zum Druck können gut repro-duzierte Fotografien durchaus den Eindruck des Originals vermitteln. Natürlich gelingt das besonders bei Bildern, die vom Fotografen bereits im Grafikformat gedacht waren und deren Anordnung der Bilder die medialen Regeln des Buchs berücksichtigt. Diese fotografische Buch- und Katalogkultur geht auf die Kunstfotografie-Zeitschrift Camera zurück, deren Herausgeber Allen Porter in den 60er Jahren die Idee der «Zeitschrift als Foto-Galerie» entwickelte. Der entscheidende Durchbruch gelang mit der Duplex-Drucktechnik, die im Gegensatz zu dem früher üblichen Kupfertiefdruck die Aura der modernen Print-Technik hervorrufen konnte. Diese mediengerechten Reproduktionsmöglichkeiten sind nur zum Teil genutzt worden. Für den im Hatje und Cantz Verlag erschienenen Katalog über „Cruel und Tender“ gilt dies für die Farbtafeln. Der im Dumont Verlag erschienene Katalog von «Jede Fotografie ein Bild» überzeugt nur mit den Schwarz-Weiß-Reproduktionen. Die anderen Kataloge verharren auf dem gestalterischen und drucktechnischen Niveau eines Sachbuches. 22.03.2005 < | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | > google english translation Kommentar zu diesem Artikel ins Forum schreiben Email an den Autor Druckversion |
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