www.fotokritik.de Texte zur zeitgenössischen Fotografie und digitalen Bildkunst |
||||||
| |
||||||
|
Leuners "fortlaufende Anmerkungen" Nr.4, 2006 - Seite 19 9. März 2005, 19 Uhr: Würdigung des Künstlers durch den Landesbischof Huber, Katalog mit Vorwort von Ludger Derenthal. Was war zu sehen? Ein Bilddisplay - abstrakte Farbkringel mit dem Titel „Blumen aus dem Heiligen Land“. Oder „Abraham“: Der Künstler hat sich mit der Kamera ins Tote Meer gelegt und in alle Himmelsrichtungen den blauen Himmel abfotografiert - im Zentrum nichts, weil da Gott sitzt. Daraus wurde eine Kreuz-Installation, Fotos in Alukästen. Oder nur „göttliches Licht!“ – Weiß in Alukästen. Das ist noch nicht einmal Kitsch. Anmerkung: Eingangsbereich Newton-Museum/Fotomuseum, Jebensstrasse 2. Die Dame an der Kasse bemerkt, dass ich ein besonderes Interesse an den Ausstellungen hatte. Sie gab mir die kompletten Flyer des Newton-Museums. Dann zog sie hinter sich noch einen Flyer aus dem Ständer: „Ganz oben ist auch noch eine Sonderausstellung.“ In der Hand hielt ich den offiziellen Flyer des „Fotomuseums Berlin“, Hausherr der Jebensstrasse 2. Thomas Weski: „In Berlin vermisse ich jedes ernsthafte Engagement, da wird auf der denkbar kleinsten Flamme gekocht. Das Museum der Fotografie ist ja noch sehr in den Anfängen, um es einmal nett zu sagen. Das ist doch paradox, dass der Preußische Kulturbesitz ein Museum für Fotografie in Räumen betreibt, die noch nicht einmal klimatisiert sind, eigentlich noch eine Baustelle. Wenn ich aber von der Kunstbibliothek ein Bild leihe, müsste ich mehrseitige „facility reports“ auffüllen in Kenntnis, dass der Träger sich selbst in seinem Fotomuseum nicht daran hält. Was für ein herrlicher Schwachsinn!" Einer der Berliner Museumsdirektoren, der natürlich nicht genannt werden will: „Was wir bei Herrn Derenthal vermissen, ist die Tatsache, dass er kein Fremdgeld akquirieren kann!“ Wobei sein Chef, der Direktor der Kunstbibliothek, Prof. Dr. Bernd Evers, nicht in Erscheinung tritt. Wie soll aber jemand wie Herr Derenthal, der frisch als wissenschaftlicher Assistent von der Uni Bochum kommt, solch ein Projekt zum Erfolg führen können? 01.05.2006 < | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20 | 21 | > google english translation Kommentar zu diesem Artikel ins Forum schreiben Email an den Autor Druckversion |
![]() Editorial Autoren Forum Newsletter Mitarbeit Kontakt Impressum |